Spielbericht

Löwen kapern Crimmitschau

Die Löwen Frankfurt sichern sich mit einem 5:2 Auswärtserfolg bei den Eispiraten Crimmitschau den fünften Sieg in Folge. Torhüter Antti Karjalainen bleibt ungeschlagen.

Am 44. Spieltag der DEL 2 ging es für die Löwen ins knapp 400 Km entfernte Crimmitschau zu den Eispiraten. Das Team von Löwen-Coach Paul Gardner hatte sich vorgenommen, die Siegesserie der letzten vier Spiele fortzusetzen und sich damit in Schlagdistanz zum zweiten Tabellenplatz zu halten, der am Sonntag im direkten Duell mit dem SC Riessersee zurückerbobert werden könnte. Das Vorhaben gelang eindrucksvoll mit einem 5:2 Auswärtserfolg.

Wie schon in der vergangenen vier Spielen vertraute Gardner auf die Dienste seines finnischen Torhüters Antti Karjalainen und rotierte dafür diesmal wieder Kapitän Patrick Jarrett als überzähligen Kontingentspieler auf die Tribüne. Zu den langzeitverletzten Mike Card, Vladislav Filin, Florian Proske und Hannibal Weitzmann gesellte sich in dieser Woche noch Eric Stephan, der für ca. zwei Wochen ausfallen wird.

Ex-Löwe bringt die Piraten in Führung

In einem ausgeglichenen Anfangsabschnitt brachte Ex-Löwe Christoph Kabitzky, der nach langer Verletzungspause sein Comeback gegen die Löwen gab, früh in Führung. Sein zentraler Schuß fand den Weg durch vier zu passive Löwen hindurch, an Torhüter Karjalainen vorbei ins Netz.

Wenig später kamen die Löwen dann nach einer Strafe gegen Scott Allen zu einem ersten Überzahlspiel, bei dem sie die Eispiraten zunächst gehörig unter Druck setzten, ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen. Nach zwei Unterzahlkontern der Hausherren fuhr Brett Breitkreuz dann mit hohem Tempo und dem Puck am Schläger ins Angriffsdrittel wo er keine Gegenwehr fand und sich Eispiraten-Goalie Brett Kilar in Ruhe ausgucken sollte. Mit einem humorlosen Flachschuß ins Eck stellte er den Ausgleich her (6.).

Mit dem Selbstvertrtauen des erfolgreichen Überzahlspiels im Rücken erarbeiteten sich die Löwen immer größere Spielanteile. Just in diese Drangphase hinein setzten die Eispiraten jedoch einen wirkungsvollen Nadelstich. Dominic Walsh überspielte die aufgerückte Löwenabwehr mit einem langen Pass zu Ivan Ciernik. Der 40-jährige Eishockey-Oldie eilte den Löwen davon und lies Karjalainen mit einem Schuß aus vollem Lauf das Nachsehen (13.). Der Finne lies sich von diesem Gegentreffer jedoch nicht aus der Ruhe bringen und bewies kurz gegen Christoph Kabitzky aus kürzester Diszanz und einer Direktabnahme Scott Allens erneut seine Klasse.

Auf der Gegenseite hatte Nils Liesegang in der Schlußminute des Anfangsabschnittes den Ausgleich auf dem Schläger, doch ahnte Brett Kilar die Ecke und rettete die knappe Führung der Hausherren in die Drittelpause.

Gezeitenwechsel im Mittelabschnitt

Auch im zweiten Drittel gehörte die erste gute Chance den Hausherren. Vincent Schlenker und Ossi Saarinen kombinierten sich per Doppelpass durch die Löwenabwehr, doch lies sich Antti Karjalainen auch in dieser Situation nicht überwinden. Fast im Gegenzug scheiterte Nils Liesegang zunächst am Pfosten (22.), doch wenig später sorgte er für dann den Ausgleich: Nach einem Schlenzer Dominik Tiffels' stand der Rekord-Löwe goldrichtig, um den abgefälschten Puck ins offene Tor zu schiessen (27.).

Wie schon im Anfangsabschnitt sicherten sich die Löwen nun wieder die größeren Spielanteile, während sich die Eispiraten aufs Kontern verlegten. Diesmal hatten die Löwen jedoch das Glück der tüchtigen auf ihrer Seite, als sie einen Abspielfehler tief im Eispiraten-Drittel erzwangen und Nils Liesegang den Puck zu Wade MacLeod im Slot beförderte, der nur noch die Kelle in den präzisen Pass halten musste (38.)

Die Beute routiniert nach Hause gebracht

Im Schlußabschnitt erwischten die Löwen den besseren Start, als Brett Kilar einen Schuß von CJ Stretch nicht zu fassen bekam und ihm die Scheibe von der Fanghand ins Tor rutschte (42.). Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken verlegten sich die Löwen zunehmend auf eine clevere Defensive und versuchten ihrerseits, über Konter weitere Nadelstiche zu setzen. Ausgerechnet bei eigener Unterzahl ergab sich so die größte Löwen-Chance des Schlußdrittels: Nils Liesegang enteilte einem stolpernden Eispiraten zum Alleingang, doch fehlte nach seiner vorherigen kraftraubenden Verteidigungsarbeit die letzte Konzentration und der Torabschluß verfehlte das Gehäuse knapp (48.).

Vor dem eigenen Tor liessen die Löwen nun kaum noch hochkarätige Chancen zu und wenn es doch einmal brenzlig wurde, war auf Antti Karjalainen verlass. So in der 54. Spielminute, als er Patrick Pohl den Anschlußtreffer gleich zwei Mal mit spektakulären Paraden verweigerte. Als Eispiraten-Coach Kim Collins kurz vor Ende der Partie eine Auszeit und anschließend seinen Torhüter vom Eis nahm, sorgte Matt Pistilli mit einem Distanzschuß ins leere Tor für den 5:3 Endstand aus Löwensicht.

 Gardner lobt Team-Leistung

Nach dem Spiel lobte Löwen-Coach Paul Gardner einmal mehr die Leistung des kompletten Teams: "Unser Torhüter hat wieder die wichtigen Saves gemacht, unsere Verteidigung hat trotz einiger Ausfälle einen guten Job gemacht und die Stürmer haben auf beiden Seiten des Eises hart gearbeitet. Jeder Spieler hat seinen Teil zu diesem Erfolg beigetragen. Das war ein guter Auftakt zu unserer Serie von drei Spielen in fünf Tagen"

2 Heimspiele in 3 Tagen

Zum nächsten Heimspiel begrüßen die Löwen den SC Riessersee in der Eissporthalle. Die Partie am Sonntag, den 11. Februar 2018 beginnt um 18.30 Uhr.  Nur drei Tage später, am Faschingsdienstag, den 13. Februar 2018 sind dann die Bayreuth Tigers in der Eissporthalle zu Gast. Spielbeginn gegen die Tigers ist um 19:30 Uhr. Tickets gibt es im Löwen-Ticket-Shop. Beide Partien überträgt Sprade-TV live.

 Eispiraten Crimmitschau - Löwen Frankfurt 2:5 (2:1, 0:2, 0:2)

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