Spielbericht

Löwen siegen im Spitzenspiel

Trotz eines zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstands triumphieren die Löwen beim Tabellendritten in Dresden. Brett Breitkreuz erzielt den Siegtreffer.

Dresden (MK) - Mit einem 4:3-Erfolg nach Verlängerung behalten die Löwen Frankfurt im Spitzenspiel des 14. Spieltags der DEL2 gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn und Artgenossen aus Dresden die Oberhand und nehmen erfolgreich Revanche für die 2:4-Heimniederlage im ersten Aufeinandertreffen vor zwei Wochen.

Flottes Auftaktdrittel

Die Löwen erwischten einen Auftakt nach Maß: gerade mal 17 Sekunden waren gespielt, da musste Brett Jaeger bereits das erste Mal hinter sich greifen. Matt Tomassoni initiierte einmal mehr einen Angriff der Löwen und über Clarke Breitkreuz landete die Scheibe bei Nils Liesegang, der aus kurzer Distanz am langen Pfosten nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte (1. Spielminute).

Beflügelt von diesem Blitzstart agierten die Frankfurter weiterhin mutig nach vorne und bestimmten das Spielgeschehen, hatten jedoch Glück, dass Harrison Reed mit dem ersten Schuss der Hausherren nur den Querbalken des Löwen-Tores traf (3.).

Eine Verkettung unglücklicher Umstände sorgte dann allerdings doch für den zu diesem Zeitpunkt mehr als schmeichelhaften Ausgleich durch Jonas Schlenker: nachdem David Cespiva der Puck an der blauen Linie über die Kelle sprang und Felix Thomas in der Rückwärtsbewegung wegrutschte, hatten drei Eislöwen nur noch Antti Ore vor sich, der auch nicht mehr retten konnte (6.). 

In der Folge entwickelte sich eine flotte Partie mit Feldvorteilen für die Südhessen, in der klare Torchancen trotz des ständigen Auf- und Abs jedoch rar gesäht waren. Justin Kirsch vergab die beste Gelegenheit für die Gäste (8.).

Auf der Gegenseite wurde es erst bei numerischer Überzahl wieder gefährlich. Und das statistisch zweitbeste Powerplay der Liga fackelte bei erster Gelegenheit auch nicht lange. Nach gewonnenem Anspiel brachte Mirko Sacher die Scheibe direkt vors Tor, wo Max Campbell sie unhaltbar abfälschte (17.) und seine Farben vor der Pause erstmals in Führung brachte.

Zähes Mitteldrittel

Aufgrund einer Vielzahl von Strafzeiten und Diskussionen zu Auftakt des Mittelabschnitts wurde der bis dahin so ansehnliche Spielfluss immer wieder unterbrochen.

So dauerte es eine ganze Weile, ehe es auch vor den Toren wieder zu nennenswerten Szenen kam. Nick Mazzolini tauchte schließlich allein vor Dresdens Schlussmann Brett Jaeger auf und hatte diesen bereits ausgespielt, doch der Deutsch-Kanadier bekam im letzten Moment noch den Schoner dazwischen (28.).

Richtig ereignisreich wurde es in der 33. Spielminute: nachdem die Verteidiger Kai Wissmann auf der einen und Löwen-Kapitän Patrik Vogl auf der anderen Seite zunächst an den beiden Schlussleuten gescheitert waren, besorgte David Rodman das 3:1 für den Tabellendritten. Als bei einem Konter alle mit einem Querpass auf den mitgelaufenen Mark Cullen rechneten, schloss der schlitzohrige Slowene selber ab und überraschte Antti Ore im kurzen Eck.

Doch die Löwen konnten noch vor zweiten Sirene verkürzen: nach zwei kontroversen Entscheidungen markierte Richard Mueller auf Zuspiel von Nick Mazzolini sechs Sekunden vor Drittelende in Überzahl das 3:2 (40.).

Hektisches Schlussdrittel

Das oft beschworene Momentum lag wieder auf Seiten der Gäste, die vehement auf den Ausgleich drängten. Matt Tomassoni (50.) belohnte schließlich den Einsatz des Tabellenzweiten und erzielte in Überzahl von der blauen Linie gegen immer müder werdende Gastgeber den hochverdienten Ausgleichstreffer.

Nun geriet jedoch erneut Hauptschiedsrichter Steffen Klau in den Blickpunkt, der sich mit seinen Entscheidungen den Unmut beider Mannschaften und Trainer zuzog. 

45 Sekunden vor Schluss hätte dann allerdings David Rodman wie schon im Hinspiel zum Matchwinner avancieren können. Doch diesmal verzog der 32-Jährige freistehend aus bester Position.

Brett Breitkreuz sichert Zusatzpunkt

Somit musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen, in der Brett Breitkreuz mit seinem dritten Treffer des Wochenendes den Zusatzpunkt für die Frankfurter sicherte.

Freitag in Weisswasser, Sonntag gegen Ravensburg

Auch am nächsten Freitag (30.10.) führt der Spielplan die Löwen wieder nach Sachsen, wo sie ab 19:30 Uhr auf die Lausitzer Füchse treffen. Zum letzten Heimspiel vor der Länderspielpause empfangen die Löwen mit den Ravensburg Towerstars am Sonntag den 1.11 dann das Team der Stunde. Spielbeginn ist wie gewohnt um 18:30 Uhr. Tickets für diese und alle weiteren Vorrundenpartien können im Löwen-Ticket-Shop erworben werden.

Beide Partien des kommenden Wochenendes können zudem via SpradeTV verfolgt werden.

Eislöwen Dresden - Löwen Frankfurt 3:4 n.V. (2:1, 1:1, 0:1)

0:1 (0:17) Nils Liesegang (Clarke Breitkreuz, Matt Tomassoni)
1:1 (5:51) Jonas Schlenker (Mirko Sacher)
2:1 (16:20) Max Campbell (Mirko Sacher, David Rodman) PP1
3:1 (33:37) David Rodman (Jonas Schlenker)
3:2 (39:54) Richard Mueller (Nick Mazzolini) PP1
3:3 (49:38) Matt Tomassoni (Mike Card, Nick Mazzolini) PP1
3:4 (61:10) Brett Breitkreuz

Strafminuten: Dresden 20 - Frankfurt 24.

Zuschauer: 2.454.

Schiedsrichter: Steffen Klau; D. Kontny, W. Schmidt.

Löwen Frankfurt: Ore (Lehr); Card, Vogl, H. Martens, Schwarz, Thomas, Cespiva, Tomassoni; N. Martens, Kirsch, Schaub, B. Breitkreuz, Kabitzky, Mueller, C. Breitkreuz, Oprée, Mazzolini, Reimer, Laub, Liesegang.