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Macht Platz für den König!

Wenn draußen alles bibbert und friert, ist bei den Löwen Frankfurt die Laune bestens. Winter ist Eishockeyzeit. Für die Zoo-Löwen KUMAR und ZARINA ist die kalte Jahreszeit stets ein Problem. Nicht nur, dass die beiden indischen Löwen sich in wärmeren Gefilden wohler fühlen. Sobald es draußen klirrend kalt ist, friert der Wassergraben des Löwen-Geheges im Zoo Frankfurt zu. Und dann heißt es Ausgangssperre für das Pärchen. Aus Sicherheitsgründen.

Seit 2012 setzen sich die Löwen Frankfurt für den Aus- und Umbau des Löwengeheges ein. Mit der ersten Aktion „Löwen für Löwen“ konnten bereits 22.400 Euro an Spendengeldern gesammelt werden. Doch zunächst standen für den Zoo Frankfurt zwei weitere Großprojekte an: eine neue Bärenanlage und der dringend notwenige Umbau der Pinguin-Anlage. Beide Projekte sind abgeschlossen bzw. finanziert. 

Nun sind die Löwen dran. Mit vereinten Kräften gilt es, die Summe von rund 1,3 Millionen Euro zu beschaffen. Das Startkapital von rund 100.000 Euro für die erste Planungsphase stammt aus der "Löwen für Löwen"-Aktion und einer Summer von 75.000 Euro, die von der Stiftung Zoo Frankfurt bereit gestellt ist. Nun heißt es Ärmel hochkrempeln und Spenden sammeln. 

Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer: „Wir als Nachbarn der Zoo-Löwen fühlen uns auf dem Eis heimisch. ZARINA und KUMAR haben dagegen eher ein Problem damit: Sie dürfen nicht nach draußen, wenn der Wassergraben zugefroren ist. Deshalb muss der Graben weg und zwar so schnell wie möglich, damit Sie die bestmöglichen Lebensbedingungen im Zoo Frankfurt vorfinden. Der Löwe ist unser Wappentier, daher ist es uns eine Herzensangelegenheit, uns für das Projekt einzusetzen. So konnten wir unter anderem schon einen unserer Partner als Paten von KUMAR gewinnen.“

Rund 930 Quadratmeter größer könnte das Außengehege der beiden Löwen KUMAR und ZARINA werden. Der Wassergraben muss trockengelegt werden: „Geplant ist ein zehn Meter breiter und fünf Meter tiefer Trockengraben, der mit Sandplätzen und üppiger Bepflanzung abwechslungsreich gestaltet wird. So entsteht ein anregungsreicher Lebensraum auf mehreren Ebenen“, erklärt Zoodirektor Professor Manfred Niekisch. Die Umbaupläne sind bereits erstellt. 

Der Umbau ist auch für den Artenschutz wichtig: Die neuen Haltungsrichtlinien für Großkatzen schreiben nämlich vor, dass die Außenanlage bei Bedarf in zwei abgeschlossene Bereiche getrennt werden kann. Auch diese Vorgabe wird beim Umbau berücksichtigt und damit eine wichtige Voraussetzung für die Zucht der hochbedrohten Tierart erfüllt.

Asiatische Löwen sind bedroht und stehen auf der „Roten Liste“. Dass diese Löwen-Unterart überhaupt überlebt hat, verdankt sie einem indischen Fürsten. Er erklärte Ende des 19. Jahrhunderts die letzten ca. 100 Tiere im Gir-Forest zu seinem persönlichen Eigentum und verbot jegliche Jagd auf den Asiatischen Löwen. 

Insgesamt gibt es derzeit nur ca. 175 Individuen im fortpflanzungsfähigen Alter. Damit ist die Population durch eingeschleppte Krankheiten und Seuchen extrem gefährdet. Sie stellen neben Waldbränden die Hauptbedrohung für die in der Natur lebenden asiatischen Löwen dar. 

So könnt Ihr ZARINA und KUMAR helfen:

1) Spendenkonto Zoo Frankfurt   

Postbank Frankfurt
DE24 5001 0060 0078 3286 07
Stichwort „Spende Löwengehege“

2) Charity-SMS

Eine Charity-SMS im Wert von 5 Euro an 81190 mit dem Stichwort „Löwen“ senden, der Betrag wird automatisch durch den Telefonanbieter vom Konto abgebucht. (Abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 0,17 € pro SMS)

3) Spendenbox

Oder einfach die Spendenbox im Katzendschungel füttern.