Spielbericht

Overpowered

Die Löwen Frankfurt besiegen die Bayreuth Tigers deutlich mit 8:3 und sichern sich damit die Teilnahme am Play-Off-Viertelfinale. Mit fünf Powerplay-Toren bleiben Sie in dieser Disziplin bestes Team der Liga.

Frankfurt (HW) - Im Duell der Raubkatzen setzen sich die Löwen Frankfurt gegen die Bayreuth Tigers am Faschingsdienstag deutlich mit 8:3 durch. Ausschlaggebend war am Ende die bessere Torhüterleistung und das erneut überragende Powerplay des Tabellendritten. Die ausfallgeplagten Tigers, bei denen unter anderem Stammtorwart Tomas Vosvrda fehlte, konnten der Offensivkraft der Löwen trotz einer ausgeglichenen Chancenstatistik nichts entgegensetzen.

Im Tor setzte Löwen-Coach Paul Gardner diesmal auf seinen Play-Off MVP, Brett Jaeger, als Ersatztorwart war erneut Jascha Strobel vom Löwen-Nachwuchs auf der Bank. Antti Karjalainen nahm auf der Tribüne Platz, so daß Gardner die vier zulässigen Kontingentspielerstellen mit seinen Stürmern Patrick Jarrett, Matt Pistilli, CJ Stretch und Wade MacLeod besetzen konnte.
Darüber hinaus ergänzte Dani Bindels vom DNL Team der Kölner Haie den Löwen-Kader, in dem Florian Proske, Hannibal Weitzmann, Vladislav Filin, Eric Stephan und Mike Card weiterhin verletzungsbedingt fehlten.

Für Nils Liesegang, der an diesem Abend bei der Hälfte der Löwen-Tore als Passgeber beteiligt war, war es das 300. Spiel im Löwen-Trikot.

Start nach Maß

Im Anfangsabschnitt erwischten die Löwen einen Start nach Maß. Nach Ablauf einer frühen Strafe gegen CJ Stretch schaltete sich der Goldhelm von der Strafbank kommend sogleich erfolgreich ins folgende Powerplay der Löwen ein. Tigers-Goalie Martins Raitums konnte einen Schußversuch von Brett Breitkreuz zunächst noch abwehren, doch bewies Stretch einmal mehr seinen Torinstinkt und verwertete den Abpraller zum ersten Tor des Abends (5. Spielminute).
Vier Minuten später erhöhte Lucas Dumont den Spielstand mit einer sehenswerten Einzelleistung, bei der er zunächst Tigers-Verteidiger Jozef Potac austanzte und anschliessend Torhüter Raitums tunnelte (8.).

Prompte Antwort

Auch im Mittelabschnitt waren gerade einmal vier Minuten gespielt, als Wade MacLeod ein weiteres Powerplay erfolgreich nutzte. Nach einem gewonnen Anspiel lies er einen Verteidiger mit einer Körtpertäuschung ins Leere laufen und nutzte den sich bietenden Raum zu einem präzisen Handgelenkschuß in den Winkel (25.).

Vom zwischenzeitlichen Anschlußtreffer Ivan Kolozvarys, der einen Schuß Jozef Potacs an Jaeger vorbei ins Tor fälschte (29.), liessen sich die Löwen nicht beeindrucken, sondern fanden postwendend eine Antwort: Mit einem schnellen Konter setzte CJ Stretch Martin Schymainski in Szene, der den Angriff mit einem exakt platzierten Schuß über Raitums Fanghand abschloß.

Torreigen im Schlußdrittel

Den Auftakt und Schlußpunkt des torreichen dritten Spielabschnittes setzten die Gäste. Zunächst gelang Eric Choinard in Unterzahl der Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2 (42.), den 8:3 Endstand markierte der spätere Spieler des Tages der Tigers, Eugen Alanov, mit einem Alleingang 23 Sekunden vor dem Ende der Partie.

Zwischen den beiden Gästetoren zeigten die Löwen jedoch mit vier eigenen Treffern, wer Herr im Hause ist. Den Anfang machte der an diesem Abend wieder einmal unermüdlich im Slot arbeitende Brett Breitkreuz, der nach Spielende verdient zum Spieler des Tages auf Löwen-Seite gewählt wurde. Nach einem feinen Pass Nils Liesegangs fand er im Torraum noch Zeit, sich den Puck von der Rückhand auf die Vorhand zu legen und einzuschieben ehe einer der weit aus der Box gerückten Verteidiger zur Stelle sein konnte (44.). Martin Schymainski lies kurz später den einzigen nicht-Überzahl-Treffer der Löwen im Schlußabschnitt folgen. Nach einer schönen Pass-Staffette über Tim Schüle, Wade MacLeod und Patrick Jarret stand der Krefelder Neuzugang goldrichtig für seinen zweiten Treffer des Abends.

Mit dem nächsten Überzahlspiel der Löwen durfte sich dann auch Maximilian Faber erstmals als Löwe in die Torschützenliste eintragen: Das Zuspiel Nils Liesegangs nutzte der junge Verteidiger zum Schlagschuß, der durch Freund und Feind hindurch den Weg in die Maschen fand (54.). Und auch das nächste Powerplay der Löwen sollte Früchte tragen. Martins Raitums wehrte einen Schuß CJ Strechs zur Seite ab, doch dort lauerte Matt Pistilli und fackelte nicht lange. Mit seinem Direktschuß trug er sich als siebter Löwenspieler an diesem Abend in die Torschützenliste ein (56.).

Mit fünf Überzahltoren bei neun Powerplaygelegenheiten zementierten die Löwen ihre Liga-beste Statistik in dieser Disziplin und bleiben weiterhin in Schlagdistanz zum zweiten Tabellenplatz. Durch die gleichzeitge Niederlage der Dresdner Eislöwen am heutigen Abend haben sich die Löwen vorzeitig für das Play-Off Viertelfinale der DEL2 qualifiziert. Nun gilt es, sich in den verbleibenden Spielen das Heimrecht für das Viertelfinale zu sichern.

Endspurt zu den Play-Offs

Nur noch sechs Spieltage sind in der Hauptrunde der DEL2 zu absolvieren, drei Spiele davon bestreiten die Löwen als Heimspiele. Am Freitag geht die Reise nach Kaufbeuren, ehe am kommenden Sonntag, den 18. Februar 2018 die Wölfe Freiburg in der Frankfurter Eissporthalle zu Gast sind. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.
Am 25. Februar begrüßen die Löwen dann noch einmal den EC Bad Nauheim zum Nachbarschaftsduell in Frankfurt, am letzten Spieltag, am Sonntag den 4. März erwartet man den Aufsteiger aus Bad Tölz in Frankfurt.
Tickets zu allen Heimspielen der Löwen gibt es im Löwen-Ticket-Shop. Außerdem überträgt Sprade-TV die Partien live.

Löwen Frankfurt - Bayreuth Tigers 8:3 (2:0, 2:1, 4:2)

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