Spielbericht

Spinning the Wheel

Am Ende einer turbulenten Partie mit vier Führungswechseln siegen die zuletzt kriselnden Löwen mit 5:3 beim Team der Stunde.

Weisswasser (MK) - Zwar können sämtliche Gerüchte, dass der Grinch höchstpersönlich für den Spielplan der Löwen Frankfurt zu Weihnachten verantwortlich ist, ins Reich der Fabeln verwiesen werden, aber Anlass zu Festtagsstimmung gab die Ansetzung am 29. Spieltag bei den Südhessen keinesfalls.

Das Gastspiel in der Lausitz bedeutete nicht nur die längst mögliche Anreise, sondern zugleich auch ein Aufeinandertreffen mit dem derzeit heißesten Team der Liga. Dank der aktuell längsten Siegesserie der Liga konnten sich die Füchse in der Spitzengruppe der DEL 2 festsetzen und an die Löwen heranpirschen.

Doch trotz dieser unterschiedlichen Vorzeichen und eines späten Rückstandes machten die Südhessen ihrem Ruf als Comeback-Kids einmal mehr alle Ehre und sorgten mit drei Treffern in der Schlussphase für eine späte Bescherung.

Zerfahrener Auftakt

Beide Teams benötigten aber etwas Zeit, um vom Festtags- wieder in den Spielmodus umzuschalten. So waren die Löwen in einem über weite Strecken zerfahrenen Auftaktdrittel zwar die aktivere und spielbestimmende Mannschaft, doch wie schon so häufig in den letzten Wochen blieb der hohe Aufwand zunächst ohne nennenswerten Ertrag und eröffnete den Hausherren Konterchancen.

Eine solche Gelegenheit nutzte Dennis Palka in der 12. Spielminute dann auch zur Führung: nach langem Pass von Patrik Parkkonen hatte sich der ehemalige Bietigheimer frei vor Brett Jaeger fast schon verzockt, doch die Scheibe trudelte noch über die Linie.

Es Muellert wieder

Kurz vor Ende des Anfangsabschnittss belohnten sich dann auch die Löwen für ihren Aufwand im Forechecking. Patrick Jarrett schaltete nach einem herben Schnitzer in der Füche-Defensive am Schnellsten. Zwar scheiterte der Löwen-Anführer zunächst noch an Maximilian Franzreb, doch der mitgelaufene Richard Mueller war im Nachschuss zur Stelle (19.) und beendete seine 5 Spiele währende "Durststrecke".

Es sollte nicht das einzige Mal bleiben, dass der Löwen-Toptorjäger der letzten beiden Spielzeiten seinen Riecher für das Tor bewies. Denn als erneut Patrick Jarrett diesmal in Unterzahl auf und davon war (26.), drückte Richard Mueller in einer Kopie des ersten Treffers den Abpraller ins Netz.

Löwen machen sich das Leben selber schwer

Mit drei weiteren Unterzahlsituationen machten sich die Löwen in der Folge dann aber das Leben unnötig selber schwer, sehr zum Missfallen von Löwen-Dompteur Paul Gardner. So richtig auf Touren brachte den Chefcoach der Frankfurter jedoch erst die Entscheidung von Hauptschiedsrichter Robert Paule, als Dennis Palka Puck und Brett Jaeger zum Ausgleich ins Tor kegelte (37.). Clarke Breitkreuz hatte zuvor die Torchance mit einem resoluten Einsatz unterbunden und musste nach Ansicht des Videomaterials zu allem Überfluss auch noch auf die Strafbank.

Der Tordurst von Dennis Palka war damit jedoch noch nicht gestillt: nach einem Lattentreffer von Dominik Bohac sorgte der 24-Jährige mit einer Direktabnahme für die erneute Führung der Hausherren (46.).

Spätes Comeback

Doch auch dieser Rückschlag brach die Moral der Löwen nicht, die weiterhin alles versuchten, um die Negativserie der letzten Wochen zu durchbrechen.

Und diesmal wurde der große Einsatz in der Schlussphase auch endlich belohnt. Nachdem zunächst David Cespiva mit einem Hammer aus kurzer Distanz ausglich (56.), sorgte Brett Breitkreuz mit einem im Slot abgefälschten Schlagschuss von Matt Tomassoni für den vierten und letzten Führungswechsel an diesem Abend (58.).

Gold-Helm Matt Pistilli sorgte 34 Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem Schuss ins leere Gehäuse dafür, dass nichts mehr anbrannte.

Keine Verschnaufpause: Mittwoch gegen Dresden

Ohne große Verschnaufpause geht es für die Löwen am Mittwoch bereits mit dem  Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen in der Eissporthalle weiter. Spielbeginn „zwischen den Jahren“ ist um 19:30 Uhr. Tickets für diese und alle anderen Heimspiele der Löwen können im Löwen-Ticket-Shop erworben werden.

Freitag steht mit dem Gastspiel dann die nächste Fernreise auf dem Programm, wenn der Spielplan die Löwen zum Jahresabschluss auf die Zugspitze zum SC Riessersee führt. Eröffnungsbully in Garmisch-Partenkirchen ist um 20 Uhr.

Lausitzer Füchse - Löwen Frankfurt 3:5 (1:1, 1:1, 1:3)

Statistik

Löwen Frankfurt:
Torhüter:
Brett Jaeger, Fabian Heyde
Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen, Matt Tomassoni
Stürmer: Patrick Jarrett, CJ Stretch, Ricco Ratajczyk, Maximilian Gläßl, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Eddy Rinke-Leitans, Nils Liesegang