Comeback-Punkt beim Titelaspiranten

„Spitzenreiter gegen Tabellen-13.“- mit dieser Tabellenkonstellation beendeten die Löwen im März der vergangenen Saison die Rekord-Siegesserie der Haie. Und genauso lautete auch die Ansetzung am 2. Spieltag der laufenden PENNY DEL-Saison – allerdings gastierten die Löwen nun als Tabellenführer beim Vorletzten in der Kölner Lanxess-Arena (16.217 Zuschauer). Am Ende eines hochintensiven und schnellen Spiels stand eine knappe 3:4 (0:2, 1:1, 2:0, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung. Für die Löwen trafen Eric Uba (2x) und Anthony Romano, Adam Scheel verbuchte 29 Saves.
Charakterfest im Haifischbecken
Nach der 4:8-Heimniederlage am Freitag war bei den Haien von der ersten Sekunde an der Drang zur Wiedergutmachung spürbar. Und nach nur 67 Sekunden auch auf der Anzeigetafel zu lesen: Markus Ljungh fälschte einen Schuss von Brady Austin unhaltbar für Adam Scheel in den Torgiebel ab (2.).
Zu oft gönnten die Löwen ihrem Gegner in dessen Vorwärtsbewegung Platz in der Mitte, sodass Köln Tempo aufnehmen konnte und den Puck nur tief chippen musste, um in der Offensivzone zu Werke gehen zu können. Zwar gelang es Frankfurt, wie schon gegen Schwenningen, zahlreiche Abschlüsse zu neutralisieren, einen 2-gegen-1-Konter über Maxi Kammerer und Daniel Fischbuch aber nutzten die Haie kurz vor der ersten Pause zum 2:0 (19.).
Es war aber auch Adam Scheel zu verdanken, dass der Rückstand nicht höher ausfiel. Der Löwen-Goalie zeigte erneut eine sehr starke Partie und hielt sein Team vor allem Ende des 2. Drittels im Spiel.
Schnelle Gegenstöße blieben das Leitthema des Spiels und auch Köln zeigte sich anfällig. Cameron Brace und Noah Dunham gelang es aber nicht, einen solchen Konter zum möglichen Ausgleich zu verwerten (14.). Auch Anthony Romano scheiterte nach einem schlechten Kölner Wechsel an Janne Juvonen (25.). Die Löwen blieben am Drücker: Abermals aus einem zügigen Gegenstoß resultierend, zwang Michael Joyaux KEC-Keeper Juvonen zu einem Save, bei dem er die Scheibe nicht festhalten konnte. Eric Uba staubte dankend ab (27.).
Das 2:1 währte allerdings nur 19 Sekunden. Kevin Niedenz erlief einen Puck hinter dem Tor und bediente Markus Ljungh, der die Scheibe aus kurzer Distanz ins Netz drückte (28.).
Im Schlussdrittel brachte die erste Kölner Strafzeit des Spiels gegen Doppeltorschütze Ljungh (45.) Frankfurt wieder in die Offensive. Matthew Wedman (46.) und Austin Wagner (47.) scheiterten zunächst an Juvonen. Besser lief es im zweiten Powerplay (ab 49.), das gerade einmal 27 Sekunden alt werden musste, ehe Anthony Romano seinen ersten Treffer im Löwen-Dress gelang. Von Wedman aus der Hintertorposition bedient, traf Romano aus spitzem Winkel ins offene Tor, da Juvonen das Spiel auf der anderen Torseite vermutete (50.).
Der Treffer gab Frankfurt nicht nur das 3:2, sondern auch den Glauben an den Ausgleich. Und der fiel, wenn auch als „Lucky Punch“, elf Sekunden vor dem Spielende: Eine Ablage von Linus Fröberg in den Slot fand Eric Uba, der mit seinem zweiten Treffer des Tages zum umjubelten 3:3 ausglich (60.).
In der Verlängerung war es dann Valtteri Kemiläinen, der für Köln zum Sieg traf (63.). Dennoch zeigte sich Daniel Pfaffengut nach dem Spiel zufrieden mit der Punktausbeute und der Spielweise der Löwen am ersten Wochenende und speziell heute: „Wir haben Charakter bewiesen und können stolz auf uns sein; man sieht: Es wächst etwas zusammen in der Kabine“.
Ausblick
Am kommenden Freitag (25.09.26) dürfen die Löwen Frankfurt endlich zum ersten Mal in der heimischen NIX Eissporthalle antreten: Zum „Home-Opener“ empfangen sie ab 19:30 Uhr die Nürnberg IceTigers. Resttickets sind im Ticket-Shop erhältlich. Zwei Tage später gastieren die Löwen beim EHC Red Bull München (27.09.2026 | 14:00 Uhr). Natürlich überträgt MAGENTA SPORT alle Partien live.