Krefeld gewinnt in Frankfurt

Von Anfang an war der Wille im Spiel der Löwen bemerkbar. Vor allem offensiv agierten alle Formationen mit viel Bewegung und hohem Einsatz, sei es im Zweikampf an der Bande oder beim Generieren von Verkehr vor dem Krefelder Tor. Sobald Goalie Felix Bick einen Rebound zuließ, waren die Löwen zur Stelle – überhaupt suchten sie schnell Abschlüsse, doch die Pinguine brachten immer wieder Schläger, Schlittschuh oder letztlich Goalie Bick zwischen Puck und Tor, sodass die Löwen erst in der 27. Minute zu ihrem ersten Treffer kamen: Nach Ablage von Linus Fröberg nutzte Timo Kose die ihm gestatteten Freiheiten für einen sehenswerten Handgelenkschuss genau in den Winkel.
Auf der Gegenseite stand Frankfurts Abwehr lange erneut sicher. Doch Krefeld ließ sich hiervon nicht beeindrucken. Als sich im Laufe des ersten Drittels kleine Ungenauigkeiten im Frankfurter Passspiel nach vorne einschlichen, traten die Pinguine mehr und mehr in Erscheinung. Die Löwen fanden sich jetzt unnötig im eigenen Drittel wieder. Und so kam dann auch Krefeld zu Gelegenheiten.
In der 32. Minute allerdings musste sich auch Nico Pertuch geschlagen geben. Ein Puckverlust hinter dem eigenen Tor schenkte Krefeld den glücklichen Ausgleich durch Matthew Santos. Das 1:1 öffnete das Spiel für beide Seiten. Während die Löwen versuchten, die Partie wieder unter Kontrolle zu bringen, blieben die Pinguine abwartend ruhig und wurden erneut belohnt. Aus einem Puckgewinn im Drittel der Löwen ergab sich ein erster 2-gegen-1-Konter, an dessen Ende Matthew Santos einen Querpass von Max Newton zur Gäste-Führung verwandelte.
„Wir haben uns selbst geschlagen“, urteilte Tom Pokel nach dem Spiel vor allem über diese Szene. „Im zweiten Drittel hatten wir die Kontrolle über das Spiel, aber 30 Sekunden vor Schluss fangen wir uns diesen Konter und das Gegentor“.
Im Schlussabschnitt war es vor allem die mangelnde Chancenverwertung gepaart mit Ungeduld, nach Meinung des Löwen-Headcoaches, die Frankfurt die heutige Niederlage beibrachte: „Wir hatten Torchancen, aber wir ziehen zu wenig Kapital aus unseren Gelegenheiten. Und schenken dem Gegner nochmal Konter“. Und genau die verwertete Krefeld eiskalt: Erst Adam Payerl (43.), dann Philipp Gogulla (45.) entschieden die Partie zugunsten der Gäste. Auch wenn nach dem 2:4 von Austin Wagner (46.) noch einmal Hoffnung aufkeimte und sich die Löwen weitere Chancen erspielten – ein weiterer Treffer wollte Frankfurt nicht mehr gelingen. Ein Treffer von Adam Payerl ins leere Tor markierte den 2:5-Endstand.
Ausblick
Am Sonntag reisen die Löwen Frankfurt nach Ingolstadt zum Duell mit den Panthern. Die Partie in der Saturn-Arena beginnt um 14:00 Uhr (live bei MagentaSport). Zum nächsten Heimspiel empfangen die Löwen am Freitag (16.10.2026 | 19:30 Uhr) die Straubing Tigers. Karten für die Partie gibt es natürlich schon jetzt im Löwen-Ticketshop.