Löwen belohnen sich mit Heimsieg

„On a high note“, mit einer positiven Note in die einwöchige Pause gehen, hatten sich Tom Pokel und seine Löwen unbedingt vorgenommen. Durch Tore von Anthony Romano, Cameron Brace, Timo Kose und zweimal Daniel Pfaffengut und 38 Saves von Adam Scheel stand nach 60 Spielminuten ein 5:2 (2:0, 1:0, 2:2) gegen den ERC Ingolstadt vor 6.022 Zuschauern in der NIX Eissporthalle.
„Wir kommen langsam zu Hause in Form“ resümierte Head-Coach Tom Pokel, nachdem sein Team in den letzten drei Heimspielen nun sieben von neun möglichen Punkten eingefahren hat. Dass die Punkte heute auf das Konto der Löwen wanderten, verdankten sie einerseits dem (erneut) überragenden Adam Scheel, der mit 38 Saves und 95% Fangquote die Panther aus Ingolstadt zur Verzweiflung brachte. Aber auch ihrer wieder einmal sehr starken Felddefensive, die mit hohem Einsatz, viel Bewegung und aktiven Stöcken dem Gegner das Leben schwer machte. Und dann kam heute auch noch die Kaltschnäuzigkeit in der Offensive dazu, die viele in Frankfurt so lange vermisst hatten.
Das Timing der Tore war vermutlich der Schlüssel zum Sieg gegen Ingolstadt. Vor allem das 4:1 von Daniel Pfaffengut in der 46. Minute – zwar nicht der offizielle Gamewinner, sicher aber das wichtigste Tor des Abends. Denn nur 26 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels brachte Daniel Pietta die Gäste mit dem 3:1 auf die Anzeigetafel. Zuvor scheiterten sie 40 Minuten lang entweder an Adam Scheel oder an dessen bestem Freund, dem Pfosten. Viermal traf Ingolstadt das Gestänge, das heute auf Seiten der Löwen stand. Entsprechend „kratzig“ blieben die Panther am Drücker, nachdem der Bann endlich gebrochen war – und Noah Dunham eine Strafe kassierte.
Das 3:2 lag teilweise in der Luft – bis das beste Penaltykilling der Liga und Daniel Pfaffengut zuschlugen: 20 Sekunden vor Ablauf der Strafe kehrte Pfaffengut den Rebound eines Schusses von Markus Schweiger zum 4:1 ins Tor. Nicht nur mit diesem Treffer unterstrich der heute nach seiner wochenlangen Verletzung wieder genesene Pfaffengut seine Bedeutung für das Spiel der Löwen. Seine Reihe mit Cameron Brace und Markus Schweiger war nicht nur auffällig, sondern auch effektiv: Auch das 2:0 von Brace (13.) und der Schlusspunkt von Pfaffengut zum 5:2 (60.) gingen auf das Konto der Formation. Markus Schweiger assistierte zudem mit einem sehenswerten Querpass in einem 2-gegen-1-Konter, der zum 1:0 durch Anthony Romano (6.) führte.
Ingolstadt ging von Beginn an offensiv mit viel Aufwand zu Werke und dominierte nach jedem Drittel die Statistikbögen – doch die Anzeigentafel beherrschten die Löwen. Aber nicht nur weil sie heute endlich auch ein wenig das Glück auf ihrer Seite hatten – sondern weil der Einsatz stimmte. Wie etwa bei Noah Dunham, der unter Ingolstädter Bedrängnis selbst im Fallen noch den Puck querlegte und so Timo Kose ein einfaches 3:0 ermöglichte (32.).
In der 52. Minute verkürzte Morgan Ellis für nie aufsteckende Panther zwar noch einmal auf 4:2, doch die Defensive der Löwen verteidigte den Sieg bis zur Schlusssirene. Für den fünften Löwen-Treffer sorgte Daniel Pfaffengut, der in das verwaiste Ingolstädter Gehäuse traf.
Ausblick
Nach der Deutschland-Cup-Pause empfangen die Löwen am Freitag, 13.11.26 die Pinguins Bremerhaven in der NIX Eissporthalle (ab 19:30 Uhr), ehe sie am darauffolgenden Sonntag (15.11.2026) in Straubing gastieren (Spielbeginn 16:30 Uhr).