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Spielberichte

Löwen unterliegen Straubing

„Löwenstark in Pink“ zum Auftakt ins Doppelheimspiel-Wochenende. Doch statt des erhofften Heimsiegs in der NIX Eissporthalle vor 6.148 Zuschauern stand am neunten Spieltag ein 1:4 zwischen den Löwen Frankfurt und den Straubing Tigers. Michael Joyaux erzielte den Ehrentreffer für kämpfende Löwen, Adam Scheel hielt sein Team lange im Spiel und verbuchte 23 Saves.

Es ist wohl eines der bekanntesten Narrative im Sport, das von der sich mühenden Mannschaft auf der einen Seite und dem eiskalt opportunen Gegner, der nutzt, was sich bietet. Dieses Bild bot sich am Freitagabend den Zuschauern in der NIX Eissporthalle. Frankfurt investierte viel, um zum Erfolg zu kommen. Straubing „genügte“ eine stabile Defensive und hohe Effektivität in der Offensive, um die Partie für sich zu entscheiden. Oder, um es mit Tom Pokels Worten zu sagen: „Die haben ihre Chancen verwandelt und wir nicht“.

Die Schlüsselszenen ereigneten sich binnen sieben Minuten um die zweite Drittelpause herum. In der 18. Minute brachte eine Strafe wegen Spielverzögerung die Straubinger zum Powerplay. Über eineinhalb Minuten dominierte das Penalty-Killing der Löwen, nur um dann doch einmal die Zuordnung zu verlieren. Jamieson Rees schlich sich vor das Tor, wo er von Filip Varejcka bedient wurde und mit einem schnellen Snapshot in den Winkel vollendete (18.).

In der 25. Minute erhöhte Skyler MacKenzie auf 2:0, als er einen Rebound um Adam Scheel herum über die Linie drücken konnte. Bei beiden Treffern war Scheel machtlos. Den Löwen wiederum fehlte in der Offensive Fortune und eine Portion Genauigkeit. Immer wieder war es der ungenaue letzte Pass, der einen gefährlicheren Abschluss verhinderte. So wie bei einem Gegenzug in der elften Minute, der sich zu einem 2-gegen-1-Angriff entwickelte und an dessen Ende der Puck in den Beinen von Michael Joyaux anstatt im Straubinger Tor endete.

Auch das Torgestänge (Schuss Matushkin, 6. Min) und nicht zuletzt Straubings Goalie Jakub Skarek hatten etwas gegen einen Torerfolg der Löwen. Kurz nach dem 0:2 verhinderte er mit einer spektakulären Rettungstat den Frankfurter Anschlusstreffer: Zunächst blockte er einen von Ty Glover abgefälschten Distanzschuss, dann wischte er auch noch den Rebound aus der Luft, der auf dem Weg ins offene Tor war (29.).

Die Löwen mühten sich nach Kräften mehr und nachhaltigere Offensivaktionen zu kreieren, Straubings strukturierte Defensive gelang aber immer wieder die Befreiung. Auch ein drückendes Powerplay in den letzten beiden Minuten des zweiten Drittel verstrich ohne Torerfolg. „Wir haben uns unsere Chancen erarbeitet, wir kämpfen, aber wir ziehen momentan den Kürzeren“ resümierte Löwen-Headcoach Tom Pokel nach der Partie. 

Und so waren es in der 43. Minute wieder die Tigers, die Effektivität vorlebten. Aus einem Puckgewinn an der Mittellinie resultierte ein 3-gegen-1-Konter und das 0:3 durch Marcel Brandts präzisen Handgelenksschuss. Bis in die 52. Minute dauerte es, ehe die Löwen endlich aufs Scoreboard kamen. 110 goldene Überzahlsekunden verstrichen ungenutzt, ehe Michael Joyaux nach einem gewonnenen Bully den Puck in den langen Winkel tackerte.

Doch der Hoffnung nach dem Anschluss folgte die Ernüchterung ins leere Tor: 2:17 Minuten vor dem Ende traf Nicholas Halloran zum 1:4-Endstand.

Ausblick

Schon am Sonntag (18.10.2026) laden die Löwen zum nächsten Heimspiel. Gegner dann werden die Iserlohn Roosters sein. Spielbeginn in der NIX Eissporthalle ist um 14.00 Uhr. Karten gibt es im Löwen-Ticketshop.