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Spielberichte

Low Five bei high noon: Löwen unterliegen Panthern

Die Löwen unterliegen im wichtigen Auswärtsspiel in Augsburg mit 3:6 und kassieren die fünfte Niederlage in Serie.

Augsburg – „Wege finden, Spiele zu verlieren“- die Redewendung wird (unfreiwillig) immer mehr zum Motto der Löwen in der laufenden PENNY DEL Saison. Am 40. Spieltag unterliegen abermals engagierte Frankfurter vor 6.179 Zuschauern bei den Panthern in Augsburg, die zuletzt ebenfalls vier Niederlagen am Stück kassierten. Jakob Lilja (2x) und Timo Kose trafen für die Löwen, im Tor kam zuerst Dustin Tokarski auf 18 Saves (78,3% SV), Mirko Pantkowski danach auf 12 Paraden (92,3 % SV).

Alles hat ein Ende, nur die Streak hat (noch) keins

Dass eine Niederlagenserie reißen würde, war klar. Dass es zum Leidwesen der Löwen diejenige der Augsburger war, lag vor allem an dem in zu vielen Szenen zu sorglosen Spiel der Löwen. Allem eigenen Aufwand zum Trotz waren diese Geschenke an die Gastgeber einfach zu einladend.

Und das, obwohl den Löwen im Gegensatz zu den vergangene Spielen heute ein Auftakt nach Maß gelang: Jakob Lilja traf in der 5. Minute zum 1:0 für die Löwen. Linus Fröberg bediente seinen Landsmann mit einem feinen Pass aus der Verteidigung und schickte ihn zum Solo gen Michael Garteig, dem er den Puck durch die Schoner schob. Aber noch bevor die Führung den Löwen Selbstvertrauen hätte geben können, glichen die Panther in Person von Alexander Blank, ebenfalls im Alleingang, aus (6.). Im Offensivcycle schenkten die Löwen den Puck her und fingen sich im Gegenzug das Tor. 

Augsburg blieb danach die tonangebende Mannschaft, die Frankfurt vor allem mit schnellen Eintritten in die Zone immer wieder überlief und zügig Abschlüsse auf Dustin Tokarski produzierte. Der Löwen Goalie war nicht zu beneiden- nicht nur, weil er sich einer ganzen Menge an Schüssen gegenübersah. Sondern auch, weil sein vor allem auf geordnetem Positioning fokussierter Spielstil einfach nicht so recht mit dem Defensivverhalten seiner Vorderleute harmonieren will. Sobald es die Hintermannschaft der Löwen zuließ, dass Augsburg schnell spielte und/oder auch nur etwas Unordnung kreierte, wurde es sofort brandgefährlich. Und natürlich, wenn sich die Sorglosigkeit einschlich: So wie Sekunden vor dem Drittelende, als die Löwen ein Bully gewannen und eigentlich auf dem Weg ins Augsburger Drittel waren. Dort aber den Puck verloren und einen weiteren Alleingang kassierten, den Ex-Löwe Joe Cramarossa zum 2:1 nutzte (20.).

Allein, Allein…

Das Thema mit den Alleingängen hätten die Löwen in der ersten Pause möglicherweise etwas intensiver in der Kabine thematisieren sollen. Denn im 2. Drittel führten abermals zwei schnelle Angriffe zu Toren für die Panther: Madison Bowey mit einem Tap-In auf der Türschwelle nach Centering-Pass von Cramarossa (31.) und Sebastian Zwickl mit seinem ersten DEL-Treffer (33.) erhöhten für die Hausherren Mitte des Spiels auf 4:1.

Bis zu diesem Doppelschlag sah das Spiel allerdings völlig anders aus, denn die Löwen waren offensiv bei der und insgesamt spielbestimmend. Vor allem die Formation mit Timo Kose, Daniel Pfaffengut und Jakob Lilja beschäftigte Augsburg. In der 25. Minute hatte Cam Brace bei einem weiteren Alleingang nach langem Pass den Ausgleich auf der Kelle, scheiterte aber an Michael Garteig, genau wie Markus Schweiger aus dem Zentrum nach einem perfekt servierten Querpass von „Allzweckwaffe“ Linus Fröberg (30.). Eric Uba klingelte unmittelbar zuvor auch noch an der Latte.

Wild West im Süden

Nachdem Augsburg dann auf 4:1 davonzog wurde es wild: Nur 13 Sekunden nach Zwickls Treffer traf Jakob Lilja zum zweiten Mal an diesem Abend. Aus einem gewonnenen Zweikampf an der blauen Linie der Löwen kam der Puck zu Lilja, der seinerseits nur wenige Meter ins Augsburger Drittel lief und in Ermangelung besserer Optionen einfach abzog und Garteig damit völlig überraschte.

Noch in der selben Spielminute kassierte Ryan McKiernan eine Strafe wegen Bandenchecks, was Augsburg in Überzahl brachte. Obwohl die Panther das schwächste Powerplay der Liga stellen erlaubten es die Löwen D.J. Busdecker im rechten Bullykreis ganz genau zu zielen und den Puck über Tokarskis Schulter zu versenken. Nach dem Tor von Zwickel dürfte Tokarski auch diesen Treffer gerne "zurückhaben" wollen- zumal er den Arbeitstag des Löwen-Goalies beendete: Mirko Pantkowski übernahm für ihn.

Gerade einmal 11 Sekunden später klingelte es erneut; diesmal wieder im Augsburger Tor. Jakob Lilja eroberte den Puck hinter Garteigs Kasten, bediente den einrückenden Timo Kose und der Youngster verkürzte auf 5:3.

Lange blieb es im Schlussdrittel bei diesem Spielstand. Bis zur 54. Minute, als die Löwen in Überzahl sich daran schickten, das Spiel nochmal wirklich spannend zu machen. Allerdings fingen sie sich einen Shorthander durch Jason Bast, der damit die Partie endgültig endschied.

Ausblick

Am Sonntag (18.1.2026) empfangen die Löwen den ERC Ingolstadt in der NIX Eissporthalle. Spielbeginn ist bereits um 14 Uhr, Karten gibt es noch im Löwen-Ticket-Shop. Natürlich überträgt MAGENTASPORT live und in Farbe.

 

Augsburger Panther – Löwen Frankfurt 6:3 (2:1, 3:2, 1:0)

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