Prost Neujahr! Löwen siegen in Berlin

Berlin – Es war kein Feuerwerk, aber es war nichts weniger als das „perfekte Auswärtsspiel“. Trotz eines frühen Rückstands und einem Ausgleich im Schlussdrittel erarbeiten sich die Löwen am 35. Spieltag der laufenden PENNY DEL Saison einen 3:2-Sieg (1:0, 0:2, 1:1) bei den Eisbären Berlin. Vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Uber Arena drehten die Löwen zuerst durch Treffer von Maksim Matushkin und Daniel Pfaffengut die Partie, Jakob Lilja sorgte für den Siegtreffer. Im Tor überragte Mikro Pantkowski mit 28 Saves und 93,33% Fangquote.
Nicht nur das Endergebnis sondern der gesamte der Auftritt der Löwen Frankfurt in Berlin waren schlichtweg beeindruckend. Und kein Vergleich mehr zu den vor kurzem noch in einer Niederlagenserie steckenden Löwen. Zweimal hätte die Partie heute komplett gegen die Löwen kippen können, aber beide Male ließen sich die Löwen einfach nicht von ihrem Weg abbringen.
Schon in der 3. Minute gingen die Eisbären in der Uber Arena in Führung. Von Beginn an muntere Berliner zirkelten in der Offensive umher, die Löwen verteidigten eigentlich gut und gaben den Eisbären keine Abschlussgelegenheit. In Ermangelung besserer Optionen schlenzte Eric Mik die Scheibe gen Löwen-Tor, wo sie vom überraschten Matej Leden gewollt, aber glücklich abgefälscht wurde. Da die Scheibe hierdurch einen ganz anderen Winkel bekam, hatte Mikro Pantkowski keine Abwehrchance.
Eisbären "Pant-K.O.-wski-ed"
Nach seinem Shut-Out vergangenen Dienstag gegen Dresden startete „Pante“ auch in Berlin. In Anbetracht der Abwesenheit der Kose-Brüder bei der U20-WM wollte Löwen Head-Coach Tom Pokel jeden verfügbaren Feldspieler einsetzen, so dass Dustin Tokarski auf der Tribüne blieb.
Und Mirko Pantkowski machte gegen die Eisbären weiter, wo er gegen die Eislöwen aufgehört hatte. Nach Ledens Führung entnervte er die Berliner bis zur 48. Minute, als Liam Kirk zum 2:2- Ausgleich traf. Im Powerplay, mit Verkehr vor dem Tor und perfekt aus der Hintertorposition von Yannik Veilleux bedient, versenkte Kirk die Scheibe flach und erneut für Pantkowski unhaltbar am langen Pfosten.
Ansonsten parierte der Löwen-Goalie alles, was auf deinen Kasten kam. Seine beste Parade zeigte er in der 45. Minute gegen Freddy Tiffels, der allein durchs Zentrum auf das Löwen-Tor zog, und mit einem Fake-Move versuchte Pante zu narren. Doch der Löwen-Goalie ließ sich zu keiner Bewegung hinreißen und fing Tiffels‘ ansatzlosen Schuss mit der Fanghand.
Pantkowskis Performance gab seinen Vorderleuten die Sicherheit und das notwendige Vertrauen sich auf das eigene Spiel und den eigenen „Game-Plan“ zu fokussieren und Berlin nicht das Spiel dirigieren zu lassen. Dies durften die Berliner zu Spielbeginn nur bis zur Powerbreak im ersten Drittel tun. Eine Strafe gegen Daniel Pfaffengut schickte die Löwen dann erstmals in Unterzahl (ab 11.). Aber eine kollektiv starke Verteidigung zog erst Berlins Powerplay den Zahn und in der Folge den Eisbären das gesamte Momentum.
Erweckung der Löwen
Wechsel für Wechsel erwachte dann auch Frankfurts Offensive. In der 19. Minute war Dennis Lobach nach einem feinen Querpass von Daniel Pfaffengut zentral allein auf dem Weg gen Eisbären-Tor, Eric Hördler konnte nur regelwidrig einen sauberen Abschluss verhindern. Wie schon in den letzten Spielen agierten die Löwen im Powerplay zielstrebig und beschäftigen Berlins Goalie Jake Hildebrand ohne Umschweife und aus allen Lagen. Matthew Wedman verpasste nur um Zentimeter einen Schuss von Maksim Matuschkin abzufälschen, Linus Fröberg scheiterte am langen Pfosten mit seinem Versuch den Puck an Hildebrand vorbeizudrücken.
Auch wenn der Ausgleich im Powerplay nicht gelang: Ab dieser Sequenz und dem Widerbeginn des 2. Drittels waren die Löwen die bessere Mannschaft. In der 26. Minute dann begünstigte ein völlig unkoordinierter Wechsel der Eisbären einen 2-gegen-1-Konter der Löwen. Jakob Liljas Abschluss- oder Passversuch fischte ein Berliner noch von der Kelle, aber Carter Rowney konnte den Puck ins Zentrum zum einrückenden Maksim Matuschkin tippen, der mit einem kompromisslos platzierten Snapshot das 1:1 erzielte (26.).
Zwanzig Sekunden nach dem Ausgleich kassierte Jonas Müller die zweite Strafe für die Eisbären- und diesmal ließen sich die Löwen die Chance nicht entgehen. Ty Glover bediente den im zentralen Slot positionierten Daniel Pfaffengut. Obwohl von der kompletten 4-Mann-Unterzahlbox umringt, durfte Pfaffengut Maß nehmen und fand die offene Ecke im linken Giebel.
Anders als die Löwen nach dem 0:1 war Berlin vom Rückstand sichtlich beeindruckt und fand im 2. Drittel praktisch kaum noch statt. Maksim Matuschkin hatte nach einem Puckgewinn von Carter Rowney hinter dem Berliner Tor das 3:1 auf dem Schläger (34.), ebenso wie Eric Uba bei seinem Alleingang (37.), beide scheiterten aber an Jake Hildebrand.
Unabbringbar
Natürlich drängten die Eisbären im Schlussdrittel mehr nach vorne. Die Löwen aber empfingen die Eisbären in der neutralen Zone dicht gestaffelt und bremsten so die Berliner Zone-Entries wirkungsvoll. Für den Wendepunkt zu Ungunsten der Löwen sorgte in der 48. Minute eine äußerst kleinliche Strafe gegen Carter Rowney. Im Kampf gegen ein Icing hatte er gegen Jonas Müller körperbetont aber eigentlich „handelsüblich“ agiert- die Schiedsrichter sahen dennoch irgendwo ein Beinstellen.
Im Powerplay benötigten die Berliner dann lediglich zehn Sekunden, um in Person von Liam Kirk den Ausgleich zu erzielen (48.). Doch wenn es noch einen Beweis für die neue Stärke der Löwen benötigte, lieferte es das Team von Tom Pokel keine zwei Minuten später. Der immer arbeitende Dennis Lobach bremste einen Berliner Angriff an der Bande und eroberte den Puck, so dass Matt Wedman und Jakob Lilja kontern durften. Auf Querpass Wedmans versenkte Lilja den Puck gegen den Lauf Hildebrands im oberen Winkel (50.) zum 3:2 Game-Winner.
Ausblick
Am Sonntag empfangen die Löwen die Schwenniger WildWings zum Heimspiel in der NIX Eissporthalle. Spielbeginn ist bereits um 14.00 Uhr. Restkarten gibt es noch im Löwen-Ticket-Shop. Natürlich überträgt auch MAGENTASPORT die Partie live und in Farbe.
Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 2:3 (1:0, 0:2, 1:1)