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Spielberichte

Re-Start nach Maß

Eine sechzigminütige Mannschaftsleistung führt die Löwen Frankfurt zu einem 4:1 über die Fischtown Pinguins und sichert damit den Klassenerhalt.

Frankfurt - Vier Wochen nach den 4:1-Siegen über Berlin und Köln machen die Löwen exakt dort weiter, wo sie vor der Olympia-Pause aufgehört hatten, und triumphieren auch gegen Bremerhaven mit 4:1 (1:0, 2:1, 1:0). Damit ist nun, sieben Spieltage vor Ende der laufenden PENNY DEL Hauptrunde, auch rechnerisch der Klassenerhalt gesichert. Vor 6.532 Zuschauern in der NIX Eissporthalle trafen Ty Glover, Linus Fröberg, Daniel Pfaffengut und Maksim Matushkin für die Löwen, Cody Brenner verbuchte 35 Saves im Tor.

Einmal Löwe, immer Löwe

Schon vor dem Eröffnungsbully brachten zwei emotionale Momente die Halle auf Betriebstemperatur. Zunächst begrüßten die Löwen Karly MacLeod samt Ihrer Töchter Ava und Georgia in der NIX Eissporthalle. Karlys Ehemann Wade MacLeod spielte in der Saison 2017/18 in Frankfurt und schoss sich mit zahlreichen Toren in die Herzen der Löwen-Fans. Ein hartnäckiges Krebsleiden zwang ihn schon während seiner Karriere immer wieder zu Zwangspausen, wobei Wade MacLeod nie den Mut verlor, den Krebs bis vergangenen Herbst immer wieder zurückdrang und zu einem beispiellosen Kämpfer und Vorbild wurde.

Danach wurde Reid McNeill von den Löwen mit viel Applaus verabschiedet. Der ehemalige Löwen-Kapitän wird nach vier Jahren Frankfurt seine Karriere im Ausland fortsetzen.

Time to play the game!

Vielleicht auch „dank“ dieser beiden Momente benötigte die Partie nach der vierwöchigen Olympia-Pause wenig Anlauf. Schnell arbeiteten sich beide Teams in Spiel und beschäftigten die Goalies des Gegners.
Auf Seiten der Löwen startete Cody Brenner und stand vor allem bei den Gelegenheiten von Alex Friesen (6.) und Niclas Jensen (14.) im Mittelpunkt. Brenner und die Löwen-Defensive zeigten sich heute aber durchgehend in bestechender Form und agierten gut abgestimmt. Auch wenn Bremerhaven allein schon durch die individuelle Klasse von Jeglic, Miele, Friesen und Co. durchaus einige Druckphasen entwickeln konnte- den Löwen gelang es immer wieder defensiv durchzulüften, dank schnörkellosem Zone-Clearing und wachsamem Agieren bei Rebounds. So standen bei Brenner nach 60 min starke 35 Saves und eine Fangquote von 97,22 % zu Buche.

Wie kalt ist eine Löwenschnauze?

Offensiv zeigten sich die Löwen heute ungewohnt kaltschnäuzig. Mitten in Bremerhavens bester Phase im ersten Drittel erzielte Ty Glover die Frankfurter Führung: Gleich zweimal verhinderten Glover, Nate Burns, Eric Uba & Co eine Bremerhavener Befreiung nach Schüssen der Löwen, ehe Glover an die Scheibe kam und den dritten Abschluss der Sequenz versenkte (15.).

Im zweiten Drittel mussten die Löwen zunächst den Ausgleich durch Phillip Bruggisser hinnehmen (28.), zeigten sich aber auch hiervon nicht nachhaltig beeindruckt. Schon in der 34. Minute brachte Linus Fröberg mit einem ganz feinen Treffer die Löwen zurück in Führung. Begünstigt durch die Arbeit Carter Rowneys vor dem Tor, mit der er eineinhalb Verteidiger in Tornähe band, ergab sich für Fröberg viel Platz auf seiner Seite, den er für einen Zug zum Tor nutzte und den Puck durch die Beine von Pinguins-Goalie Gudlevskis ins Tor legte.

Zwei Strafen gegen Ty Glover schenkten den Gästen zu Ende des Mitteldrittel gleich die doppelte Chance in Überzahl zum Ausgleich zu kommen. Doch die Löwen hielten mit enorm kämpferischem Penalty-Killing dagegen. Viel Mobilität und aktive Schlägerarbeit schenkten den Pinguins kaum Pass- geschweige denn Schusswege und lähmten das immerhin siebtbeste Powerplay der Liga. Doch damit nicht genug: Exakt 0,2 Sekunden vor Ende des Drittels vollendete Daniel Pfaffengut einen Konter nach eigenem Puckgewinn im Löwendrittel mit einem perfekten Handgelenksschuss über Kristers Gudlevskis linken Schoner zum 3:1 (40.).

Mit Sicherheit mehr Vergnügen

Der Treffer zeigte Wirkung. Bei beiden Teams. Bremerhavens Anrennen gegen Cody Brenner und die Löwen-Defensive wurde ab dem Wiederbeginn deutlich hektischer, den Löwen gab der „Versicherungstreffer“ genau das: Sicherheit. Und die brachten sie Ihrerseits aufs Eis. So ließen sie etliche Bremerhavener Angriffe in ihrer Zone souverän „auf Grund laufen“ und spielten in der Offensive beinahe schon erstaunlich geradlinig, präzise und im Resultat: druckvoll.

Sinnbildlich hierfür stand der Spielzug zum 4:1 in der 44. Minute. Nach einem Puckgewinn im eigenen Drittel schalteten die Löwen sofort in den Vorwärtsgang. Über Chris Wilkie kam der Puck zu Markus Schweiger an der rechten Bande der dem links ins Drittel einziehenden Maksim Matushkin einen Querpass genau auf die Kelle servierte. Ohne nennenswertes Stören durch einen Verteidiger konnte der Löwen-Kapitän Maß nehmen und die Scheibe eiskalt versenken.

Ausblick

Weiter geht es für die Löwen schon am Freitag, den 27.2.2026 mit einem Gastspiel in Schwenningen (Helios-Arena, ab 19.30 Uhr). Am Sonntag, 1.3.2026 gastieren dann die Grizzlys aus Wolfsburg in der NIX Eissporthalle. Die Partie beginnt bereits um 14.00 Uhr! Karten für alle Partien gibt es im Löwen-Ticket-Shop. MAGENTA SPORT überträgt natürlich live.

Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)

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