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Spielberichte

Heimsieg und Shut-out zum Jahresende

Ungefährdet siegten die Löwen Frankfurt mit 3:0 im „Kellerduell“ gegen die Dresdner Eislöwen.

Frankfurt  – Aller guten Dinge sind Drei. Drei Tore zum Jahresabschluss in Kombination mit einer (zumindest auf der Anzeigentafel) makellosen Defensivleistung sorgten am 34. Spieltag für ein souveränen 3:0 Heimerfolg der Löwen Frankfurt über den Tabellenletzten aus Dresden. Im dritten Duell beider Teams in der laufenden PENNY DEL-Saison gelang den Löwen damit der erste Sieg in der mit 6.990 Zuschauern wieder einmal ausverkauften NIX Eissporthalle. Tore von Ty Glover, Carter Rowney und Michael Joyaux und vor allem dem 37-Saves-Shut-out von Mirko Pantkowski sicherten den Löwen immens wichtige drei Punkte.

Statistiken lügen (nicht)

Um eines vorweg zu nehmen: Die offiziellen Statistiken zum heutigen Spiel, spiegeln das Geschehen auf dem Eis praktisch gar nicht wider. Zwar mag Dresden mehr Abschlüsse, Torschüsse, Bullies verzeichnet haben- das Spiel aber dominierten die heimischen Löwen Frankfurt. Vielleicht mit Ausnahme der ersten zehn Minuten im zweiten Drittel, in dem die gastierenden Eislöwen ebenbürtig(er) waren und in einigen Wechseln die Löwen in deren Zone beschäftigten, diktierten die Löwen die gesamte Partie.

Auch Head-Coach Tom Pokel war nach dem Spiel durchaus zufrieden und betonte, wie er mehr und mehr die einzelnen Elemente im Spiel der Löwen nach seinem Geschmack zusammenkommen sieht. Dies war schon bei den letzten Niederlagen der Fall, wobei damals jeweils nur die Stats verbesserte Löwen zeigten. Mittlerweile spiegelt sich die verbesserte Struktur und das rejustierte System auch in Ergebnissen auf dem Eis wider. So auch heute in einem von vielen als „richtungsweisend“ beschriebenen Spiel.

Post-Weihnachtliche Bescherungsgeduld

Obwohl von Beginn an spieldiktierend, dauerte es bis zur 13. Minute ehe sich die Kräfteverhältnisse auf dem Eis auf die Anzeigentafel niederschlugen. Ty Glover eröffnete das Scoring in Überzahl mit einem fein platzierten Handgelenksschuss genau in den Winkel. Dresdens Verteidigung und wohl auch Goalie Janick Schwendener schienen kollektiv mit dem Pass auf Jakob Liljas Kelle im Zentrum gerechnet zu haben, so bot sich für Glover die perfekte Lücke. Schon die Strafzeit zum Powerplay hatte die #7 der Löwen mit viel Arbeit im Slot höchstselbst herausgeholt, da Dresdens Bruno Riedl nur durch etliche Crosschecks Glover vor dem Tor „in den Griff“ bekam.

Ein zweites Powerplay ab der 15. Minute verlief für die Löwen trotz guter Chancen durch Brace, Joyaux und Wedman ohne weiteren Torerfolg. In Anbetracht der Spielanteile mussten sich die Löwen in der Pause fast schon den ungewohnten Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr aus ihren Vorteilen gemacht zu haben. Vor allem hinsichtlich Zone Entries, Offensivzonenzeit, Spielgestaltung, Torchancen usw. waren die Hausherren das deutlich bessere Team.

Geduld und Selbstvertrauen

Beschriebenes Narrativ zog sich im 2. Drittel bis in die 32. Minute, wobei die Löwen mitunter beste Gelegenheiten für den Versicherungstreffer ausließen. Der auch heute wieder unaufhaltsame Dynamo Markus Schweiger verpasste einen Treffer in der 30. Minute, als er bei einem 2-gegen-1-Konter von Ty Glover mit einem Querpass perfekt bedient wurde, die Scheibe aber knapp am Dresdner Tor vorbeitippte.

Unter freundlicher Mithilfe der Dresdner gelang das 2:0 wenig später dennoch: Zuerst kassierten die Eislöwen eine Bankstrafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis (31.), dann erlaubte eine enge Box den Puck munter laufen zu lassen. Trotz Deckung durch Austin Ortega kam Carter Rowney im zentralen Slot zum Abschluss; zwar scheiterte sein initialer Schuss noch am Blocker von Schwendener, den saftigen Rebound versenkte Rowney dann aber mit wenig Mühe (32.).

63 Sekunden vor der Pause markierte Michael Joyaux dann auch noch das 3:0, als der Puck nach einem Schuss von Cam Brace über Neuzugang Eric Uba zu ihm kam und er aus dem rechten Bullykreis vollendete (39.). Aus dem geduldigen Vertrauen in das eigene Spiel zogen die Löwen heute die entscheidende Stärke.

Stille defensive Dominanz

Der Drei-Tore-Vorsprung nach zwei Dritteln entsprach dann schon eher dem spielerischen Unterscheid auf dem Eis. Ein Großteil der Dresdner Abschlüsse und Torschüsse kam während einiger Powerplays, die den Gästen vom Schiedsrichtergespann zugesprochen wurden.

Trotz besagter Quantität waren die Schüsse überwiegend nicht mehr als Beschäftigungstherapie für Löwen-Goalie Mirko Pantkowski. Dies lag einerseits an heute kollektiv guter, läuferisch und stocktechnisch hochaktiver Defensivarbeit mit der die Löwen ihren eisigen Namensvettern im Angriff wenig Aussichtsreiches schenkten. Zum anderen aber auch an den teilweise deutlichen Ungenauigkeiten im Kombinationsspiel der Sachsen, die sich so selbst mehrfach um (gefährliche) Abschlüsse brachten.

Entscheidung in Schritten

Im Schlussdrittel entwickelte sich der 3:0-Zwischenstand mit jedem Wechsel mehr zur Vorentscheidung. Zwar gelang es Dresden das Spiel mehrheitlich in Frankfurts Drittel zu verlagern, dort ließ die Verteidigung der Löwen allerdings weiterhin nichts nennenswert Gefährliches zu.

Im Gegenteil: Dennis Lobach (46.), Eric Uba (48.) und Cam Brace (49.) hatten bei Alleingängen selbst die besten Gelegenheiten die Partie endgültig zu entscheiden, scheiterten mit ihren Abschlüssen aber allesamt. Auch ein 3-gegen-2-Konter (55.) exekutierten Jakob Lilja & Co nicht final- was letztlich aber auch nicht weiter von Bedeutung war. Auch die Herausnahme des eigenen Torhüters brachte Dresden nicht mehr offensive Durchschlagskraft gegen die Verteidigung der Löwen, die für sie heute unüberwindbar blieb.

Ausblick

Wie immer „zwischen den Jahren“ geht es Schlag auf Schlag. Am Freitag (2.1.26) gastieren die Löwen in Berlin bei den Eisbären. Spielbeginn in der Uber Arena ist um 19.30 Uhr. Zum nächsten Heimspiel laden die Löwen am Sonntag, 4.1.2026 gegen die Schwenninger WildWings. Das Spiel beginnt bereits um 14.00 Uhr. Tickets gibt es im Löwen-Ticket-Shop - am besten gleich vorbeischauen! Für alle anderen überträgt MAGENTASPORT die Partien – wie gewohnt - live, in Farbe und bunt.

 

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen 3:0 (1:0, 2:0, 0:0)

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