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Spielberichte

Später Ausgleich reicht nicht: Löwen unterliegen Ingolstadt im Penaltyschießen 

(TH) Heimspiel im Löwenkäfig: Am 41. Spieltag der PENNY DEL empfangen die Löwen Frankfurt den ERC Ingolstadt in der NIX Eissporthalle. Vor 6669 Fans fällt um 14:00 Uhr der Puck zu einem Duell, das eine besondere sportliche und emotionale Bedeutung trägt.

Wenn im Löwenkäfig die Wunderkerzen leuchten und das Löwenrudel die Halle zum Beben bringt, soll die Heimstärke der Frankfurter erneut zum Faktor werden. Für einen besonderen Gänsehautmoment sorgt zudem ein Jubiläum abseits des Eises: Stadionsprecher Rüdiger Storch wird an diesem Nachmittag seinen 1000. Einsatz am Mikrofon – ein Jubiläum, das den Heimspieltag zusätzlich veredelt. Nach 60 Minuten steht fest, wer den Abend im Löwenkäfig für sich entscheidet. Das Spiel endet 1:2 (0:0/0:1/1:0) für die Gäste aus Ingolstadt, den Treffer für die Löwen Frankfurt erzielte Cameron Brace in der 60. Spielminute zum 1:1.

Vor dem Spiel

Der Heimspieltag verspricht dabei mehr als nur 60 Minuten Eishockey. Mit dem ERC Ingolstadt gastiert ein Gegner im Löwenkäfig, der drei der bisherigen vier Saisonduelle für sich entscheiden konnte – das heutige Aufeinandertreffen ist zugleich das letzte zwischen beiden Teams in dieser Spielzeit. Wenn die Wunderkerzen auf den Rängen leuchten, der Löwen-Gesang durch die NIX Eissporthalle hallt und die Bembelcrew ihre Choreografie präsentiert, ist das Eis für einen besonderen Nachmittag bereitet. 
Die Zuschauer wurden mit Masken von Rüdiger Storch überrascht, die sie auf den Rängen aufsetzten, während der Stadionsprecher im Rahmen des Spiels für seinen 1000. Einsatz am Mikrofon geehrt wurde - ein Jubiläum für die Stimme, die seit Jahren Emotionen weckt, Momente trägt und den Löwenkäfig prägt.

Löwen bissig, doch noch ohne Tor

Pünktlich begann die Partie im Löwenkäfig. Die Löwen Frankfurt liefen im Sondertrikot mit einem neuen Patch zu Ehren von Rüdiger Storch auf, während der ERC Ingolstadt ganz in Weiß agierte. Frankfurt startete zunächst defensiv in die Begegnung, war jedoch früh gefordert: Schlussmann Mirko Pantkowski, der an diesem Nachmittag zwischen den Pfosten stand, musste bereits in der Anfangsphase mehrfach eingreifen. Als Ersatz-Goalie nahm der wieder genesene Cody Brenner zunächst auf der Bank Platz. Auf Frankfurter Seite fehlte Kapitän Maksim Matushkin, auf den die Löwen an diesem Spieltag verzichten mussten.
Beide Teams kamen im ersten Abschnitt zu Überzahlsituationen, doch sowohl Frankfurt als auch Ingolstadt konnten ihre Powerplays nicht nutzen. Mit zunehmender Spieldauer agierten die Löwen bissiger, erspielten sich zahlreiche Torchancen und wurden lautstark von den Rängen angetrieben. Allein der verdiente Treffer wollte noch nicht fallen – der Puck fand trotz guter Möglichkeiten nicht den Weg ins gegnerische Netz. So blieb das 0:0 auf der Anzeigetafel bestehen, mit dem es schließlich in die erste Drittelpause ging.

Gäste gehen in Führung

Mit Beginn des Mittelabschnitts erhöhten die Gäste den Druck. Daniel Pietta verschaffte sich mit einer Körpertäuschung Raum vor dem Frankfurter Tor und hatte die Führung auf dem Schläger, doch Mirko Pantkowski blieb aufmerksam und verhinderte mit einem schnellen Schonerreflex den Rückstand. In dieser Phase wurden die Panther insgesamt aktiver, scheiterten jedoch wiederholt am Frankfurter Schlussmann, der seinem Team weiterhin Halt gab.
Auch die Löwen setzten offensive Akzente. Jakob Lilja hob nach einem Pass aus dem eigenen Drittel ein mögliches Icing auf, kam jedoch nach dem Abpraller von der Bande aus spitzem Winkel nicht mehr gefährlich zum Abschluss. Kurz darauf bot sich Frankfurt die nächste Gelegenheit: Noah Dunham brachte die Scheibe von der linken Seite in den Slot, wo Matthew Wedman zum Tip-In ansetzte, den Puck jedoch knapp am rechten Pfosten vorbeilegte.

In der 28. Spielminute nutzten dann die Gäste eine ihrer Möglichkeiten konsequent: Alex Breton brachte den ERC Ingolstadt mit seinem Treffer erstmals an diesem Abend in Führung. Die Löwen waren in der Folge um eine schnelle Antwort bemüht, fanden offensiv jedoch nur selten klare Lösungen. Bis zur Hälfte der regulären Spielzeit blieb Frankfurt trotz lautstarker Unterstützung von den Rängen ohne eigenen Torerfolg – begleitet vom Gesang der Fankurve „Komm, schieß ein Tor, Frankfurter Löwen“.
In der Schlussphase des Drittels hatten die Panther sogar die Chance, den Vorsprung auszubauen: Daniel Pietta setzte Philipp Krauß am rechten Pfosten geschickt in Szene, dessen Direktabnahme jedoch parallel zur Torlinie am langen Pfosten vorbeistrich. So blieb es beim Zwischenstand von 0:1 aus Sicht der Löwen.


Später Ausgleich im Löwenkäfig

Im Schlussabschnitt drängten die Löwen weiter auf den Ausgleich. Carter Rowney ließ die Fans früh aufspringen, als sein Schuss nur am Pfosten landete. Die Fankurve peitschte ihre Mannschaft nun noch einmal lautstark nach vorne. Wenig später bot sich die nächste Torannäherung: Michael Joyaux zog ab, verfehlte das Tor jedoch knapp am rechten Pfosten.
Dann folgte die wohl größte Gelegenheit des Abends für die Hausherren. Cameron Brace setzte sich hinter dem Tor durch und spielte die Scheibe in den Slot, wo die Ingolstädter Defensive einen Moment unsortiert war. Ty Glover tauchte frei vor Brett Brochu auf, umkurvte den Keeper und brachte den Puck per Rückhand aufs verwaiste Tor – doch erneut verhinderte der Pfosten den überfälligen Treffer. Die Torsirene ertönte bereits, doch die Unparteiischen zeigten sofort an: kein Tor.
Zehn Minuten vor dem Ende bot sich den Löwen die nächste große Chance. Das inzwischen sechste Powerplay des Abends mündete nach einer Auszeit sogar in eine 5-gegen-3-Überzahl für 64 Sekunden. Die Halle wurde spürbar lauter, der Druck auf das Ingolstädter Tor nahm zu. Nachdem die Gäste zunächst einen Spieler zurück aufs Eis brachten, lief das Überzahlspiel im 5-gegen-4 weiter, ehe Ingolstadt wieder komplett war. Trotz mehrerer Abschlüsse blieb der verdiente Treffer zunächst aus.
Doch die Löwen gaben nicht auf. In der Schlussminute trugen die Fans ihr Team mit lautstarkem Support, unterstützt auch von Maskottchen Trevor, nach vorne. Dieser Rückenwind zahlte sich aus: Cameron Brace erlöste den Löwenkäfig mit dem Ausgleichstreffer, vorbereitet von Chris Wilkie und Carter Rowney.
Damit war klar: Die Partie ging in die Overtime.

Löwen erzwingen die Overtime

Die Overtime begann aus Frankfurter Sicht mit Cameron Brace, Linus Fröberg und Michael Joyaux auf dem Eis. In der 62. Spielminute schien die Entscheidung bereits gefallen: Die Löwen jubelten auf dem Eis, doch die Unparteiischen gaben den vermeintlichen Siegtreffer umgehend nicht. Nach Überprüfung der Szene per Videobeweis blieb es bei der Entscheidung auf dem Eis – kein Tor.
Diese Entscheidung sorgte für lautstarke Proteste auf den Rängen, auch ein Gummi-Huhn landete vor den Schlittschuhen der Schiedsrichter. Anschließend wurde die Partie fortgesetzt, noch rund drei Minuten standen auf der Uhr. Doch auch in der Verlängerung fand sich kein Sieger, sodass die Entscheidung schließlich im Penaltyschießen fallen musste.

Penaltyschießen bringt die Entscheidung

Im anschließenden Penaltyschießen eröffneten die Löwen Frankfurt die erste Runde. Cameron Brace scheiterte ebenso wie auf Ingolstädter Seite Riley Barber. Auch Jakob Lilja fand anschließend seinen Meister im gegnerischen Schlussmann, ehe Kenny Agostino den einzigen erfolgreichen Penalty des Abends verwandelte. Der letzte Frankfurter Versuch durch Daniel Pfaffengut blieb ebenfalls ohne Erfolg.
Damit entschied der ERC Ingolstadt die Partie mit 1:2 für sich.


Wer live dabei sein möchte:

Zunächst steht für die Löwen Frankfurt ein Auswärtsspiel an:
Am Freitag, den 23. Januar 2026, treten die Frankfurter um 19:30 Uhr bei den Straubing Tigers in Straubing an.
Im Anschluss kehren die Löwen in den heimischen Löwenkäfig zurück:
Am Sonntag, den 25. Januar 2026, empfangen die Frankfurter um 16:30 Uhr die Eisbären Berlin in der NIX Eissporthalle und freuen sich auf lautstarkes Löwen-Gebrüll von den Rängen.
Das letzte Spiel vor der Länderspielpause bestreiten die Löwen am Dienstag, den 27. Januar 2026, um 19:30 Uhr auswärts bei den Kölner Haien.
Tickets für die Heimspiele gibt es wie gewohnt im Löwen-Ticketshop.
Wer nicht live in der Halle dabei sein kann, verfolgt alle Partien live und in voller Länge bei MAGENTA SPORT.

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