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Spielberichte

Spitzenhockey endet ohne Löwen-Punkte

Beim ersten Heimspiel der Saison unterliegen die Löwen nach 60 packenden Minuten den Nürnberg Ice Tigers knapp mit 1:2. Den einzigen Löwen-Treffer erzielt Daniel Pfaffengut.

Ein Spitzenspiel zum Heimauftakt. Endlich hatte das lange Warten auf „echte“ Eishockey-Action in der NIX Eissporthalle für die Löwen-Fans ein Ende. 6.748 Zuschauer strömten am dritten Spieltag der laufenden PENNY DEL-Saison an den Ratsweg und sahen eine packende Partie zwischen den Löwen Frankfurt und den Nürnberg Ice Tigers, die alles hatte: Tore, Tempo, Checks, Fights – am Ende nur leider keine Punkte für die Löwen, die mit 1:2 (0:2, 1:0, 0:0) unterlagen. Cody Brenner verbuchte 20 Saves.

Mit der Empfehlung eines perfekten Saisonstartes und ihrem jüngsten Erfolg gegen Mannheim reiste Nürnberg als Tabellenführer zu den Löwen. Und auch in Frankfurt unterstrich das Team von Headcoach Mitch O’Keefe, was sie so stark macht: Mit unerlässlicher Bewegung und viel Tempo im Spiel forderten sie die Löwen in jeder Spielrichtung. Die Hausherren demonstrierten allerdings, dass sie in diesen Disziplinen durchaus mithalten können. Sorgte Nürnbergs Aufstellung zu Beginn noch zu Problemen im Frankfurter Spielaufbau, hatten sich Tom Pokel & Co zügig hierauf eingestellt und die Löwen bestimmten zunehmend das Spielgeschehen.

Als sie Nürnberg aber einmal zu viel Platz schenkten, fiel prompt das 0:1. Greg Meireles konnte ungestört ins Drittel und den Slot der Löwen ziehen und überwand Cody Brenner mit einem verdeckten Handgelenksschuss (9.).

Brenner startete die heutige Partie an Stelle von Adam Scheel, der nach zwei Spielen pausierte. Dank einer starken Defensivleistung der Löwen, die Nürnberg nur 22 Torschüsse erlaubte und einer guten Leistung von Brenner brannte es selten im Frankfurter Drittel. Nur eine Szene dürfte sich Brenner zurückwünschen: Gegen Austin Magera parierte er dessen Alleingang zunächst stark, den zur Seite tropfenden Rebound konnte er allerdings nicht abwehren, sodass Magera auf 0:2 erhöhen durfte (18.).

Gegen Ende des ersten Drittels begannen Strafen das Geschehen auf dem Eis zu prägen. Eine Tendenz, die sich nach dem Seitenwechsel noch verstärkte. Die Löwen kamen mit diesen Verhältnissen deutlich besser zurecht, erarbeiteten sich das Momentum und den Anschlusstreffer. Praktisch in einer Kopie des 0:1, zog Pfaffengut ins Nürnberger Drittel und fand die Lücke unter dem Giebel von Niklas Treutles Tor (21.).

Im Powerplay fehlten den Löwen nur Millimeter zum Ausgleich, als der Puck nach einer Parade von Treutle unter dem Goalie hindurch in Richtung Linie kullerte, kurz vor dem Übertritt gestoppt wurde (25.).

Mit Abebben der kleinen „Strafenflut“ beruhigte sich der Wellengang der Partie auf beiden Seiten. Die Löwen bestimmten das Spielgeschehen, kleine Ungenauigkeiten im Passspiel aber verhinderten, trotz viel Zeit in Nürnbergs Drittel, mehrmals die Möglichkeit (besserer) Abschlüsse.

Dieser bot sich Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels. Wieder rutschte Treutle ein Distanzschuss durch, anstatt der Torsirene lies Anthony Romanos Rebound aber nur den Torpfosten klingeln.

Mit fortlaufender Spielzeit erhöhten die Löwen weiter den offensiven Druck. Biro, Uba, Pfaffengut, Brace, Fröberg und nahezu der gesamte Frankfurter Angriff kam zu Abschlüssen, allein der Ausgleich wollte einfach, auch mit sechs Feldspielern, nicht fallen.

Trotz des Ergebnisses war auch Tom Pokel nach der Partie nicht unzufrieden und bezeichnete das Spiel gar als bestes seiner Löwen. „Im ersten Drittel waren wir zu ungeduldig, aber ab dem zweiten Drittel hatten wir das Momentum und Möglichkeiten. Nur der Puck ging einfach nicht rein“. Dennoch entwickeln sich die Löwen in die Richtung, die sich der Löwen-Headcoach vorstellt. Und wenn das heute – abgesehen vom Ergebnis – ein Vorgeschmack war, dürfen sich die Löwen-Fans noch auf einige Leckerbissen freuen.

Ausblick

Am Sonntag reisen die Löwen nach München. Vor einem Bier auf dem Oktoberfest steht der Auftritt beim EHC Red Bull München ab 14:00 Uhr im SAP Garden. Zum nächsten Heimspiel empfangen die Löwen am kommenden Freitag, 02.10.2026 die Eisbären Berlin in der NIX Eissporthalle (ab 19:30 Uhr). Tickets für die Partie gibt es schon jetzt im Löwen-Ticketshop. MagentaSport überträgt alle Partien live und in Farbe.