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Volles Programm im Endspurt: Löwen treffen auf Mannheim, Iserlohn und München

Das vorletzte Spielwochenende der laufenden PENNY DEL Hauptrunde hat es in sich: Binnen fünf Tagen treffen die Löwen Frankfurt zunächst auf die Adler in Mannheim (Mittwoch, 4.3.2026, SAP Arena, ab 19.30 Uhr). Am Freitag, 6.3.2026 gastieren dann die Iserlohn Roosters in der NIX Eissporthalle (Spielbeginn 19.30 Uhr, Karten im Löwen-Ticket-Shop), ehe am Sonntag die „Matinee“ beim EHC Red Bull in München auf dem Programm steht (ab 14 Uhr, SAP Garden).

Adler Mannheim: Wackeln in den Top4?

Mit 92 Punkten stehen die Adler aktuell auf Rang 2 der Tabelle. Doch der sichere Platz in den Top 4 kann Mannheim durchaus noch streitig gemacht werden, denn Straubing (92 P), München  (90 P) und Ingolstadt (88 P) lauern unmittelbar dahinter. Und Mannheim tat sich zuletzt schwer: gegen Augsburg (3:4 nV), Bremerhaven (2:1 nV) und Straubing (2:3) ließen die Adler Punkte liegen. Entsprechend motiviert dürfte das Team von Dallas Eakins am Mittwoch zu Werke gehen. Mit nur 112 Gegentoren stellen die Kurpfälzer die beste Defensive der Liga, auch weil sie in Unterzahl erst 27 Gegentore kassierten (PK Quote 82 %). Auch offensive gehören die Adler, angeführt von Antony Greco (14 T, 28 A, 42 P) nicht nur zu den aktivsten Teams der Liga (2727 Schüsse, 1512 Torschüsse, beides Rang 2) sondern auch zu den treffsichersten 8163 Tore, Platz 3).

 

Iserlohn Roosters: Niemandsland oder Pre-Play-Offs?

Ein Sechs-Punkte-Spiel um die Ehre dürfte die Partie gegen Iserlohn werden. Realistisch gesehen sind die Roosters so ziemlich das einzige Team, welches die Löwen in der Tabelle noch überholen können (52 P, Tabellenplatz 12). Mit (vor dem Wochenende) zehn Punkten Rückstand auf Rang 10 haben die Roosters aber noch nicht unberechtigte Hoffnungen auf eine Verlängerung der Saison. Aber auch ohnedies ist eine Partie ohne Emotionen zwischen Frankfurt und Iserlohn praktisch ausgeschlossen.
Im Vergleich zu den Löwen erzielten die Sauerländer gerade einmal zwei Tore mehr (116), kassierten aber fast dreißig Gegentore weniger (148 vs. 176). In Bezug auf Schüsse (1975) und Torschüsse (1108) sind die Roosters gar das einzige Team, das niedrigere Werte als die Löwen aufweisen. Topscorer der Roosters ist aktuell Daniel Fischbuch (17 T, 25 A, 42 P)

 

EHC Red Bull München: Heimrecht sichern

Die Olympia-Pause kam für die Münchner gerade recht, da zuvor Niederlagen gegen Nürnberg, Mannheim und Schwenningen den sicheren Platz in den Top 4 in Gefahr brachten. In den drei Spielen bisher siegte ein starker EHC gegen Ingolstadt und Augsburg; nur gegen Spitzenreiter Köln unterlag das Team von Head-Coach Oliver David knapp mit 0:1. Wie bei Mannheim ist auch in München die starke Defensive das Fundament des Erfolges (114 Gegentore, nach Mannheim die wenigsten der Liga). Bei 5-gegen-5-Spielern auf dem Eis ist der EHC eines der besten Teams der Liga (CorsiF 55,53%, nur Straubing ist besser), ebenso im Powerplay (23,08 %, Rang 3) und den Zweikämpfen. So lässt sich selbst das nur durchschnittliche Penalty-Killing (79,58%, Rang 8, Löwen 78,29% Rang 8) ausgleichen. Topscorer ist Taro Hirose (8 T, 40 A, 48 P).

 

Löwen Frankfurt: Casting für die Zukunft

Der „Punktverlust“ beim Heimsieg gegen Wolfsburg kostete die Löwen die bis dahin noch mögliche Qualifikation für die erste Play-Off-Runde. So könnte man es drehen, möchte man Haare in der Suppe suchen. Realistischerweise war das 3:2 gegen die Grizzlies der vierte Sieg in den letzten fünf Spielen und die Play-Off-Chancen waren zuvor schon unrealistisch. Vielmehr blickt man bei den Löwen schon in die Zukunft und auf die kommende Saison. Wie die letzten Spiele (Ausnahme Schwenningen) zeigten, greift das System von Head-Coach Tom Pokel immer mehr. Vor allem, wenn sich das gesamte Team an die notwendigen Strukturen auf dem Eis hält. Im Ergebnis verbesserte sich das Powerplay (19,29 %, Rang 9), das Unterzahl (Rang 8), das Passspiel wie auch das Klären der eigenen Zone und der Spielaufbau. Andere Baustellen stehen fast unverändert in den Datenblättern: Der Offensiv-Output hinsichtlich Schüssen und Torschüssen ist ebenso dringend verbesserungswürdig, wie auch die Corsi-Werte, bei denen die Löwen zu den schwächsten Teams der Liga gehören. Auch unter diesem Aspekt läuft aktuell das „Casting“ für die kommende Saison 26/27, in der das Team dann endgültig die Handschrift von Tom Pokel tragen soll.