Auf geht’s nach Augsburg

Wer aktuell in den Katakomben der NIX Eissporthalle Frankfurt unterwegs ist, der kann sie schon riechen: Die neue Saison ist nicht mehr weit. Das liebliche Bouquet intensiven Sommertrainings kitzelt in der Nase und steigert die Vorfreude auf die kommende Spielzeit. Beim anstehenden Gastspiel in Augsburg wartet mit den Panthern die nächste Standortbestimmung für Tom Pokel und Co..
Runderneuerter AEV
Die vergangene Saison beendeten die Augsburger Panther auf dem elften Tabellenplatz. Vor allem nach den Jahren im Tabellenkeller eine echte Wohltat für die schwäbische Panther-Seele. Dennoch gab es im Sommer zahlreiche personelle Wechsel in der Fuggerstadt: Unter anderem verließen Publikumsliebling T.J. Trevelyan, die Ex-Löwen Cody Kunyk und Joseph Cramarossa sowie zwölf weitere Spieler den AEV. Zu den wichtigsten Neuverpflichtungen zählen Goalie Tobias Ancicka (aus Köln), Defensiv-Allrounder Noel Hoefenmayer (aus Sotschi/KHL), die erfahrenen Import-Stürmer Sean Malone (aus Örebro/SHL), Jimmy Lambert (Wolfsburg) und Felix Scheel (Schwenningen). Spannend dürfte zudem auch der neue Stürmer Luke Toporowski werden, der die letzten vier Jahre in der AHL spielte und mit erst 25 Jahren noch einiges an Potential mitbringen dürfte.
Die bisherige Vorbereitung lief für Augsburg ergebnistechnisch durchwachsen, wobei die Panther auch zahlreiche sehr starke Gegner hatten: Gegen Kloten (4:5 n.V.) und Bern (1:6) aus der Schweizer National League sowie die Eisbären Berlin (0:7) setzte es allesamt Niederlagen. Nur gegen Regensburg (DEL2) war der AEV siegreich.
Nächster Schritt bei den Löwen?
Auf Seiten unserer Löwen intensivierte Headcoach Tom Pokel unter der Woche noch einmal das Training. Vor allem die Special Teams standen dabei im Fokus – eine nahezu logische Konsequenz aus dem letzten Testspiel gegen Köln (1:5). Gegen die Haie gelang den Löwen zwei Drittel lang ein ausgeglichenes Spiel, ehe im Schlussdrittel eigene Strafen die Partie zu Gunsten des KEC entschieden. Im Frankfurter Penalty-Killing war dabei noch eine sichtbare Unwucht erkennbar – systemisch, im Positionsspiel und den individuellen Aufgaben der Spieler. Umso mehr schmerzt in diesem Zusammenhang der Ausfall von Zwei-Wege-Stürmer Dominik Uher, der auch in Augsburg noch verletzt fehlen wird.
Positiv vernahmen die Löwen-Verantwortlichen die Fortschritte der Mannschaft im Grundsystem bei 5-gegen-5, auf dem der Trainingsfokus bisher lag. Hier zeigten die Löwen vor allem auch im läuferischen und körperlichen Bereich sehr gutes Auftreten. Die Arbeit vom neuen Athletiktrainer Matthias Ott scheint in diesem Zusammenhang bereits Früchte zu tragen.
Neben Uher wird gegen Augsburg auch Fabio Kose weiter verletzt ausfallen. Im Tor startet Nico Pertuch, Back-up ist Adam Scheel.